Lektüre fürs nächste Webinar

Nachdem unser virtuelles Treffen gestern Abend so gut funktioniert hat und alle in der Runde Lust hatten, im Sommer noch einmal via Computer über gemeinsame Lektüreerfahrungen zu diskutieren, planen wir einen neuen Online-Termin:

14.7.2020

Bis dahin lesen wir unter dem Motto „Unterwegs sein“ folgende drei Bücher, die von Reisen, Liebe und Freundschaft erzählen – und auch von schönen Sommertagen:

  • Frank Berzbach: Die Schönheit der Begegnung
  • Jane Gardam: Bell und Harry
  • Hanns Zischler: Der zerrissene Brief

Sommer 2020

 

Willkommen im virtuellen Raum

Es ist eine ganz neue Erfahrung, sich nicht von Angesicht zu Angesicht in gemütlicher Runde zu treffen, sondern stattdessen über den Bildschirm miteinander verbunden zu sein. Dennoch ist es sehr schön, sich auch im virtuellen Raum wieder zu sehen und gemeinsam über Lektüre-Erfahrungen zu plaudern.

Neben den vier Büchern von Fernando Aramburu, Simone Lappert, Ursula März, sowie von Norbert Scheuer habe ich einige Titel vorbereitet, die ich eigentlich schon im März präsentieren wollte – manche sind noch 2019 erschienen:

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  • Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn
    In diesem historischen Schelmen-Roman, der im 19. Jahrhundert spielt, geht es um die Geschichte des berühmt-berüchtigten Wieners Johann Karl von Sothen. Er wurde als Taubenzüchter und Lotterie-Betrüger unermesslich reich, doch irgendwann wurde ihm die „Rechnung“ präsentiert.
  • Maxim Biller: Sieben Versuche zu lieben. Familiengeschichten
    Diesen Autor kennen wir vom Roman „Sechs Koffer“, wo er die Geschichte seiner jüdisch-russischen Familie erzählt hat. In diesem Band hier erzählt er neue Facetten davon; und zwar in verschiedenen Erzählungen, in denen das Leben der Hauptfiguren immer wieder in neuen Variationen erscheint.
  • Isabel Bogdan: Laufen
    Der Roman um eine starke Frau, die nach dem Tod ihres Lebenspartners sehr verzweifelt. Indem sie regelmäßig laufen geht, kommt sie nicht nur zu körperlicher, sondern auch wieder zu seelischer Kraft. Auch verschiedene andere Faktoren tragen zu einem positiven Neubeginn bei. Berührend ist die Erzählweise der Ich-Figur, wo man im Stil merkt, wie sich die Wandlung in ihr vollzieht.
  • Francesca Diotallevi: Der Wind in meinem Herzen
    Der historische Roman entführt uns in ein Bergdorf im Aosta-Tal, wo während des Ersten Weltkriegs eine junge Frau lebt, die wegen ihrer Kräuterkundigkeit eine Außenseiterrolle einnimmt. Ein Liebesroman und eine Geschichte über Vorurteile und Ausgrenzung und deren Überwindung.
  • Regina Porter: Die Reisenden
    Ein anspruchsvolles, vielschichtiges Buch, das interessante Einblicke in die amerikanische Gesellschaft seit den 1960er Jahren gibt. Die Autorin erzählt von zwei weitverzweigten Familien (eine schwarz aus Georgia, eine irisch-stämmig aus Maine) und von insgesamt 34 Figuren, die verwandt, verschwägert, befreundet sind und sehr unterschiedliche Lebensläufe haben.

Hoffentlich sind darunter ein paar Bücher und Themen, die euch auch interessieren!

Lieblingsautoren gesucht!

Blog LieblingsschriftstellerWährend wir immer noch darauf warten, dass wir uns endlich wieder zu gemeinsamen Büchergesprächen treffen können, kommt uns folgende Aktion vom Südtiroler Kulturinstitut vielleicht gerade recht: der Lieblingautor und die Lieblingsautorin der Südtiroler werden gesucht!
Jeder kann mitmachen vom Welttag des Buches am 23. April bis zum 3. Mai und jeweils eine Schriftstellerin und einen Schriftsteller wählen – es genügt eine Mail zu schreiben an sprache@kulturinstitut.org.
Aus den Einsendungen werden Gewinner verlost, die einen Büchergutschein erhalten.

Eine tolle Aktion, an der sich hoffentlich viele beteiligen!

 

 

Wann es weitergeht…

…das können wir im Moment auch noch nicht so genau abschätzen. Unsere Hoffnung ist, dass wir uns zum geplanten Termin am 26. Mai wieder treffen dürfen.
Und weil ja bekanntlich der Sommer die schönste Lesezeit ist, möchten wir gerne auch noch ein weiteres Treffen in den Sommerferien irgendwo im Freien oder auf der Bibliotheksterrasse einplanen.

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Tipps für die Corona-Zeit

Was können wir tun, wenn wir nicht mehr vor die Haustür gehen sollen?

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Wir können uns kreativ austoben, lange Briefe schreiben, vorzeitig mit dem Frühjahrsputz beginnen, endlich die Fotoalben der letzten zehn Urlaube in Ordnung bringen, raffinierte Kochrezepte ausprobieren, stundenlang telefonieren, Notizbücher oder Poesiealben vollschreiben und bekleben, Whatsapp-Filmchen anschauen, um 18.00 Uhr auf den Balkon gehen und Musik machen oder singen…

…oder wir können: LESEN.

Das Problem für uns Vielleser ist, dass der eigene Bücherschrank vielleicht nicht mehr allzu viel Neues hergibt und unsere heißgeliebten Bibliotheken – bis auf weiteres – ebenso in Quarantäne sind wie wir.

Wer einen E-Book-Reader hat, kann auf die Titel von biblio24 der Tessmann in Bozen zurückgreifen.
Eine weitere Quelle für viele geprüfte Seiten, auf denen man kostenlose E-Books zum Herunterladen findet ist: www.lesen.net/kostenlose-ebooks

Außerdem findet man hier eine Liste mit verlässlichen Seiten, auf denen Hörspiele und Hörbücher zu finden sind: www.lesen.net/kostenlose-hoerbuecher-hoerspiele

Wer lieber Radio hört (Features, Dokus, Sendereihen mit Schwerpunktthemen), der kann alle Beiträge, sowie die Musiksendungen von Ö1 7 Tage lang nachhören – allerdings nicht herunterladen.
Sehr zu empfehlen ist auch die ARD audiothek, wo alle öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands vertreten sind von BR (Bayern) bis WDR (Köln), RBB (Berlin) und NDR (Hamburg.) Hier stehen die Sendungen als Podcasts auch zum Herunterladen zur Verfügung.

Und wem unsere gemeinsame Treffen und unsere Bücherdiskussionen fehlen, der schaut sich am besten eine Buch-Sendung im Fernsehen an.
Heinz Sichrovsky lädt sich im ORF jeweils Gäste ein, um bei Rotwein oder Rivella erLESEN über Bücher zu sprechen. Die Mediathek vom Schweizer Fernsehen liefert mehrere vergangene Ausgaben des Literaturclubs mit Nicole Steiner und verschiedenen Gästen. Zum Literarischen Quartett mit Thea Dorn als Gastgeberin kommt man auf der Mediathek des ZDF. Denis Scheck plaudert beim SWR in der Sendung Lesenswert und bei ARD in der Sendung Druckfrisch über Bücher.

Ich wünsche uns allen eine gute und vor allem gesunde Zeit!

 

 

Termin verschoben…

Terminkalender…in diesen seltsamen Zeiten, in denen ein Virus unser gesellschaftliches Leben so tiefgreifend beeinflusst und gemeinsame Treffen im öffentlichen Raum auf ein Mindestmaß reduziert werden sollen, kann auch unsere Literaturrunde nicht wie geplant am 17. März stattfinden.

Bis auf weiteres werden wir uns jetzt – buchstäblich – zum Lesen ins stille Kämmerchen zurückziehen müssen.

Als Alternativtermin für das entfallene Treffen ist – vorerst – der 21. April 2020 angepeilt.

Vom Abschiednehmen

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Fürs nächste Treffen am 17. März 2020 lesen wir drei Bücher, die auf unterschiedliche Weise „Von großen und kleinen Abschieden“ erzählen: Abschied von der Kindheit, der Unschuld, der Heimat, der Liebe, dem Leben oder den Vorstellungen, die wir uns von anderen machen…

Fernando Aramburu: Langsame Jahre (Rowohlt Verlag)
Ursula März: Tante Martl (Piper Verlag)
Simone Lappert: Der Sprung (Diogenes Verlag)

Als Alternative zum Buch „Tante Martl“, das kurzfristig nicht lieferbar ist, lesen wir:
Norbert Scheuer: Winterbienen (C.H. Beck Verlag)

Beim nächsten Treffen werden wir also ausnahmsweise über vier,
statt über drei Bücher sprechen!

…wir müssen reden…

…und zwar über Bücher, die von Autor/innen aus dem Osten Deutschlands geschrieben wurden und/oder dort ihren Schauplatz haben. Frei nach dem Motto: „Wendezeit – 30 Jahre danach“ lesen wir diese drei Romane für das nächste Treffen am 14. Jänner:

  • Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall (Diogenes Verlag)
  • Emanuel Maeß: Gelenke des Lichts (Wallenstein Verlag)
  • Lola Randl: Der Große Garten (Matthes & Seitz Verlag)

Zwei der Titel waren in diesem Jahr sowohl für den Deutschen Buchpreis als auch für den Franz-Tumler-Preis nominiert (eines gewann in Laas dann auch den Publikumspreis).
Was werden wir zu diesen Büchern sagen bei unserer Gruppendiskussion im Jänner?

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